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Geschichte der Kirche

Die Kanzel der Trinitatiskirche bedarf einer besonderen Erwähnung. Sie wurde ursprünglich von Herzog Ernst dem Frommen (1601-1675) für die Kapelle des Schlosses Friedenstein in Gotha um 1680 in Auftrag gegeben. Nach Fertigstellung erschien sie ihm zu prunk-voll für die relativ schlicht gehaltene Schloss-kirche und wurde auf dem Schloss-Dachboden deponiert. Unter der Herrschaft seines Sohnes Friedrich I. (1646-1691) war eine Ruhlaer Abordnung in Gotha vorstellig geworden, um finanzielle Hilfe für den Neubau ihrer Kirche zu erbitten.  Man erinnerte sich der eingelagerten Kanzel einschließlich Beiwerk und übereignete sie den Ruhlaer Bittstellern. Auf diese Weise kam die St. Trinitatiskirche in den Besitz eines besonders wertvollen Predigerstuhls. Erst um 1721 wurde die Kanzel farblich gestaltet und zum Teil vergoldet. Am 16. Juni 1686 erfolgte die Weihe der Kirche „St. Trinitatis“, bei der Herzog Friedrich von Gotha mit gesamtem Gefolge und viele Ehrengäste zugegen waren.

 

Der Taufstein der Trinitatiskirche

Dieser wurde 1684 aus Sandstein und Kittelsthaler Alabaster gefertigt. Er wurde von der Innung der Messerbeschaler des Uetterodtschen Ortsteils gestiftet.  Das Taufbecken wird von einem, mit dem Zeichen des Jona, stilisierten Fisch gehalten.

Die Inschrift lautet: „Diesen Taufstein hat ein Erbar Handwerck der Messerbeschaler Ütterodtschen Orths verfertigen lassen

Anno 1684 Waren Obermeister Hanns Stein Senior und Hanns Stein Medius.“ Auch das Handwerkswappen ist dargestellt.